Basische Ernährung

Gesundheit im
Gleichgewicht
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Azidose und Alkalose

Azidose und Alkalose sind zwei unter Umständen bedrohliche Störungen des Säure-Basen-Haushalts und sollen hier kurz erläutert werden.

1. Azidose (= Übersäuerung des Körpers):

Die Azidose, ist ein Zustand, in dem der Organismus zu viel Säuren, d.h. zu viel saure Substanzen, hat (Lateinisch: acidum = Säure; acidosis = Übersäuerung). Das wird natürlich nicht folgenlos bleiben. Denn ein solcher Zustand verändert den pH-Wert des inneren Milieus in den Zellen und im Zwischenzellraum und hat entsprechende Auswirkungen auf den Stoffwechsel in Zellen und Geweben. Er läuft dann nicht mehr normal, weder lokal im Gewebe noch allgemein. Gewisse chemische Reaktionen, die schädlich sind, werden gefördert, während gewisse andere, die für den Organismus nützlich und notwendig sind, werden gebremst und unterdrückt. Das beeinträchtigt die Funktionsweise der Organe.

Entstehen kann die Azidose:

akut oder chronisch.

Sie kann feststellbar sein:

  1. im Blut (Blutazidose). Der pH-Wert des arteriellen Bluts ist unter die Marke 7.36 gesunken. Oder
  2. im Gewebe (Gewebsazidose, oder Gewebeazidose).

Nach ihren Ursachen können drei Formen davon unterschieden werden:

  • Metabolische Azidose (metabolismus = Stoffwechsel) entsteht durch Stoffwechselstörungen und -kranheiten: Zum Beispiel durch Zuckerkrankheit, wenn der Blutzucker zu hoch ist und außer Kontrolle gerät ("dekompensiert"); oder durch manche Nieren- und Leberkrankheiten.
  • Respiratorische Azidose (Respiration = Atmung) entsteht durch Atmungsströrungen: Zum Beispiel bei Lungen- und anderen Krankheiten, die das Kohlendioxid-Gehalt im Blut erhöhen und es durch die enstehende Kohlensäure säuern.
  • Alimentäre chronische Gewebeazidose, d.h. ernährungsbedingte, chronische Übersäuerung der Körpergewebe (alimentum = Nahrung; alimentär = ernährungsbedingt). Sie entsteht durch langfristig-falsche Ernährung und bildet den Gegenstand unserer Theorie der basischen Ernährung in dieser Webseite.

2. Alkalose ("zu alkalisch, d.h. basisch"):

Betrifft meist das Puffersystem des Bluts. Der pH-Wert des arteriellen Blutes ist über 7.44 gestiegen. Auch hier müssen drei Formen unterschieden werden:

  • Metabolische Alkalose: Entsteht entweder durch zu viel Bikarbonat, Zitrat oder Laktat im Blut; oder infolge von Säureverlust zum Beispiel durch häufiges Erbrechen; als Folge des Kaliummangels und durch hormonale Faktoren.
  • Respiratorische Alkalose: Entsteht infolge von zu wenig Kohlensäure im Blut durch beschleunigte Atmung (= Hyperventilation) bei Lungenkrankheiten, Anämie, Höhenatmung und durch andere Ursachen.
  • Alimentäre Alkalose: Zum Beispiel durch übermäßige Einnahme von Kalium, Zitrat, Bikarbonat und Basenpulvern und -pülverchen.