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Säuren

Wenn man zwei oder mehr chemische Verbindungen zusammenbringt, zum Beispiel Eiweiß und Salzsäure, so können sie in den meisten Fällen miteinander neue chemische Verbindungen bilden. Man sagt, sie reagieren miteinander. Der Vorgang heißt eine chemische Reaktion. Bei chemischen Reaktionen entstehen also neue Stoffe.

Bei chemischen Reaktionen miteinander zerfallen chemische Verbindungen zunächst in Ionen. Den Vorgang nennt man Ionenbildung oder auch in Ionen dissoziieren. Manche chemischen Verbindungen dissoziieren bereits spontan in wässrigen Lösungen Ionen ab. Eine Säure ist eine chemische Verbindung, die in wässrigen Lösungen Wasserstoffionen abdissoziiert: H+. Das Wasserstoffion ist offenbar ein einfach positiv geladenes Ion, also ein Kation. Der Rest, der nach Abtrennung des Wasserstoffions von der Säure zurückbleibt, das Säurerestion, ist ein negativ geladenes Ion, also ein Anion. Wir können daher auch kurz sagen:

Säure → Wasserstoffion + Säurerestion.

Der Pfeil steht für "setzt frei" oder "zerfällt in". Hier sind drei einfache Beispiele: Die Salzsäure (mit der chemischen Formel: HCl) besteht aus Wasserstoff, H, und Chlor, Cl. Sie zerfällt in wässrigen Lösungen in das Wasserstoffinon H+ und das Säurerestion Cl. Das Letztere, das Chlor-Ion, ist ein einfach negativ geladenes Ion, also ein Anion. Die Schwefelsäure (mit der chemischen Formel: H2SO4) zerfällt in zwei Wasserstoffionen, 2H+, und den Säurerest SO42—. Dieser ist offenbar ein zweifach negativ geladenes Anion. Die Salpetersäure (mit der chemischen Formel: HNO3) zerfällt in ein Wasserstoffion H+ und den Säurerest NO3—. Dieser ist ein einfach geladenes Anion. Kurz und bündig gesagt:

Salzsäure → H+ + Cl
Schwefelsäure → 2H+ + SO42—
Salpetersäure → H+ + NO3—

Eine Säure kann mehr oder weniger stark sein. Es gibt sehr starke, starke, mittelstarke, schwache und sehr schwache Säuren. Salopp ausgedrückt, ist der Grad der Stärke einer Säure daran zu messen, wie stark sie in wässrigen Lösungen Wasserstoffionen abdissoziiert. Hier sind einige Säuren nach ihrer Stärke abfallend aufgelistet: Salpetersäure, Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Kohlensäure. Verbindet sich nun das Säurerestion einer solchen Säure mit einem Metallion, so entsteht ein Salz.