Atome


Jede chemische Verbindung, jeder Stoff, besteht aus Grundbestandteilen, die sich durch chemische Methoden nicht mehr in noch einfachere zerlegen lassen. Sie heißen chemische Elemente und werden durch Eigennamen bezeichnet und durch eigene Symbole dargestellt. Beispiele sind: Wasserstoff mit dem Symbol "H" als Kürzel für seinen lateinischen Namen Hydrogenium; Sauerstoff mit dem Symbol "O" für Oxygenium; Chlor mit dem Symbol "Cl"; Schwefel mit dem Symbol "S" für Sulfur; Kohlenstoff mit dem Symbol "C" für Carbo; Stickstoff mit dem Symbol "N" für Nitrogenium usw.

Die kleinsten Teilchen eines Elements sind die Atome (griechisch "unteilbar"). Ein Atom ist für das bloße Auge zu klein, um sichtbar zu sein. Es lässt sich chemisch nicht zerlegen. Allerdings ist es durch physikalische Methoden in noch kleinere Elementarteilchen zerlegbar (Atomspaltung, Kernspaltung). So enthält ein Atom erstens einen Kern, bestehend aus Protonen und Neutronen. Und zweitens besteht es aus einer Elektronenschale, in der auf verschiedenen Bahnen Elektronen um den Kern kreisen. Die Elektronen sind sehr klein und sind elektrisch negativ geladen, während der Atomkern elektrisch positiv geladen ist. Die negative und die positive Ladung stehen im Normalzustand im Gleichgewicht. Jedes chemische Element besteht aus seinen spezifischen Atomen. Die Atome verschiedener Elemente sind nach der Anzahl ihrer Elektronen und ihrer Kernelementarteilchen voneinander verschieden. Die Gesamtheit der Elektronen und Kernelementarteilchen eines Atoms macht jeweils das Atomgewicht des betreffenden Elements aus.

Ein Atom kann ein Elektron oder mehrere abgeben. Dann hat es negative Ladung abgegeben und ist nunmehr elektrisch positiv geladen, weil jetzt die Kernladung überwiegt. Es kann umgekehrt ein Elektron oder mehrere annehmen. In diesem Falle überwiegt die negative Ladung, so dass das Atom negativ geladen ist. Ein solches Atom nennt man ein Ion.

→ Ion

© 2017 - Prof. Dr. med. Kazem Sadegh-Zadeh, Tecklenburg