Bauchspeicheldrüsenschwäche


Sie heißt auch Pankreasinsuffizienz. Siehe zunächst → Bauchspeicheldrüse im Lexikon. Je nachdem, welche Funktion der Bauchspeicheldrüse (Griechisch: Pankreas) gestört, meistens mangelhaft, ist, handelt es sich um eine:

1. Exokrine Pankreasinsuffzienz (Schwäche seiner Verdauungsfunktion):

  • Reduktion oder Schwäche des nach außen, in den Zwölffingerdarm, abgesonderten Bauchspeichels zur Spaltung ("Verdauung") von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen. Symptome davon sind: massive Blähungen, Fettstühle, Kraftlosigkeit, 100% sichere Übersäuerung des Körpers mit allen dazugehörigen Folgen.
  • Verbunden damit ist auch ein Mangel oder Fehlen der Bikarbonate im Bauchspeichel mit der 100% sicheren Folge der Übersäuerung des Körpers.

2. Endokrine Pankreasinsuffizienz (Schwäche seiner Hormonfunktion):

  • Mangelhafte oder fehlende Produktion des nach innen, ins Blut, abgesoderten Hormons Insulin mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) als Folge. Bei dieser Krankheit bleibt der aus dem Darm aufgenommene Zucker im Blut, weil er nicht in die Körperzellen getrieben wird. Der Blutzuckerspiegel erhöht sich mit den entsprechenden Folgeerscheinungen (→ Diabetes mellitus).
  • Kombiniert mit dem Insulinmangel ist oft auch eine mangelhafte Produktion des Hormons Glukagon, des Insulingegenspielers. Die Folge ist ständiger Blutzuckersturz. Patienten dieser Art sind besonders schlecht daran. Sie leiden an mangelhafter oder gar fehlender Blutzuckerregulation ("labile Glucosehomöostase"), weil sie beides haben: Erhöhten Blutzuckerspiegel und zwischendurch Blutzuckersturz (mit Schweißausbruch, extremer Schwäche und Heißhunger).

→ Bauchspeicheldrüse

→ Bikarbonate
→ Diabetes mellitus
→ Übersäuerung des Körpers
→ Symptome der Übersäuerung

© 2017 - Prof. Dr. med. Kazem Sadegh-Zadeh, Tecklenburg