Cushing-Syndrom


Eine Hormonstörung, benannt nach ihrem Erstbeschreiber, dem US-amerikanischen Chirurgen Harvey W. Cushing (1869-1939), die in einem Zuviel an Hormonen der Nebennierenrinde (NNR) im Organismus besteht, insbesondere des Hormons Cortisol ("Hypercortisolismus").

Symptome:

Rundes Gesicht ("Vollmondgesicht"), Stammfettsucht mit dünnen Armen und Beinen, verringerte Muskelmasse, Muskelschwäche, Überbehaarung des Körpers, Bluthochdruck, Osteoporose, Ausbleiben der Regelblutung bei Frauen, Potenzstörungen bei Männern.

Ursachen:

  1. Primäres oder endogenes Cushing-Syndrom: Entweder als Folge des Morbus Cushing, der darin besteht, dass das Kontrollzentrum der NNR (→ Hirnanhangsdrüse = Hypophyse) gestört ist oder in seinem Vorderlappen einen Tumor hat; oder als Folge eines Tumors in der NNR selbst.
  2. Sekundäres oder exogenes Cushing-Syndrom als Folge der Überdosierung von Cortison (synthetisches Cortisol), das aufgrund seiner vielfältigen Schlüsselstellung im Organismus als ein Wundermittel bei vielen Krankheiten gegeben wird.

Anmerkung: Das lateinische Wort "Morbus" bedeutet einfach Krankheit.
→ Hypophyse
→ Nebenniere
→ Cortison
→ Osteoporose

© 2017 - Prof. Dr. med. Kazem Sadegh-Zadeh, Tecklenburg